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Boule an der Alster 1994 |
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Als wir uns 1991 nach Dänemark aufmachten, wollten wir musizieren und Spaß haben und natürlich ein Konzert geben. Für das Konzert musste noch schnell ein Name her. Auf ensemble acht wurde sich zügig verständigt, war ja auch irgendwie logisch und eigentlich gar nicht so wichtig. Was blieb war Begeisterung, der Wille weiterzumachen und - natürlich der Name.
Der Zufall hatte uns in eine alte dänische Sternwarte geführt. Das Haus war riesig, alt und wild-romantisch eingerichtet. In einem großzügigen Raum mit Blick auf den parkähnlichen Garten probten wir Beethoven-Septett und Schubert-Oktett; es gab einen Billardraum und sehr wichtig das Esszimmer. Hier saßen wir an einer langen Tafel bei Kerzenschein und genossen am Ende eines Probentages feine Speisen und Weine und plauderten bis in die Nacht. Es war eine sehr besondere Woche mit einer sehr besonderen Atmosphäre. Klar, dass wir weitermachen würden.
Über sechzehn Jahre sind vergangen. Jahre der Veränderungen. Jobs wurden gefunden und Familien gegründet. Das ensemble acht veränderte sich auf vier Positionen. Was ist geblieben ?
Es ist dieselbe Begeisterung, sich mit Beethoven und Schubert auseinander zusetzen wie damals, und es ist dieser Geist Dänemarks , der uns in jener eigentümlichen Sternwarte 1991 zusammengeschweißt hat.
Das heutige ensemble acht ist anders als das von damals. Aber genau wie vor zehn Jahren sind auch die Musiker von heute Freunde. Und das ist gut für die Musik und für uns.
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